Archiv der Kategorie 'Simulation'

What if …

Datum: 7. August 2010 | Kategorie: Dokumente und Geschichte,Simulation

Auf der sowieso lesenswerten Seite atomicarchive.com kann man sich drei Texte anschauen, die Szenarien beschreiben, bei denen Atombomben auf New York, San Francisco und Detroit fallen. (Interessant: Das San-Francisco-Szenario setzt einen “Broken Arrow” als Ausgangslage an.)

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Listen to the Rhythm of the fallings Bombs …

Datum: 12. Juli 2010 | Kategorie: Dokumente und Geschichte,Simulation

Ein beeindruckendes Video, das alle Kernwaffentests von 1945 bis 1998 mit ihrer geografischen Lage darstellt, hat Isao Hashimoto erstellt:

via Kasi/Fiket

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Choose your own apocalypse

Datum: 7. August 2009 | Kategorie: Allgemein,Simulation

Auf Slate.com gibt es ein nettes kleines Spiel, bei dem man verschiedene Varianten der Apokalypse auswählen kann, um dann eine persönliche Apokalypse-Ergebnismatrix zu bekommen. Natürlich ist das Ganze nicht nur interaktiv, die Ergebnisse der User sind miteinander vergleichbar, es soll auch eine Endauswertung geben …

Danke an Michael für den Tipp!

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Postapo-Cat-Lypse

Datum: 31. Mai 2009 | Kategorie: Allgemein,Simulation

Hier gefunden.

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Das Leben nach dem Menschen

Datum: 20. Januar 2009 | Kategorie: Dokumente und Geschichte,Filme,Simulation,Texte

Nachdem ich schon kurz auf die günstige englischsprachige Version von Alan Weismans The World Without us verwiesen hatte, liegt nun auch die deutsche Taschenbuchausgabe vor. Nicht nur Grund, nochmal genauer hinzuschauen, sondern auch Gelegenheit, das Buch in Verbindung mit einer netten Dokumentation zu bringen, die der History Channel unter dem Titel Life after People gezeigt hat (einige Episoden sind online anschaubar).
Weisman stellt die Frage, wie die Natur reagieren würde, wenn der Mensch plötzlich verschwände – wobei er offen lässt, welches der angerissenen menschlichen Vergehen (Umweltverschmutzung, atomare Bedrohung usw.) dazu führen soll. „An dem Tag, an dem die Menschheit verschwindet, beginnt die Natur augenblicklich mit dem Hausputz. Sie putzt unsere Häuser vom Antlitz der Erde. Alle werden sie verschwinden.“ (Weisman, S. 21) Es folgen hunderte Seiten, auf denen zum einen die Säuberung der Erde von den Resten der menschlichen Verschmutzung beschrieben wird, zum anderen folgen Exkurse in die Zeit vor dem Menschen. Einzig erstaunlich ist die Feststellung, dass von der Zivilisation tatsächlich nur wenige Dinge dauerhaft überleben werden, darunter Bronzestatuen, d. h. auch so große wie die Freiheitsstatue (selbst wenn sie im Hafenbecken liegen sollte, wovon Weisman ausgeht). (Weisman, S. 51) Am Ende des Buches findet sich eine schöne Übersicht, die zeigt, was nach einigen Tagen, Jahren, Jahrhunderten und Millionen Jahren nach dem Menschen mit der Erde passiert – diese Übersicht gibt es auch online.
Die Fernsehdoku Life after People ist wesentlich gestraffter, fokussiert jedoch genau die “Untergänge der Zivilisation”, die Weisman ausspart – und das ausgerechnet mit Tricktechnik, die ruhig mehr hätte kosten dürfen. Inhaltlich jedoch kommt die Doku eher auf den Punkt. Jede Generation hat ihre eigenen Geschichten des Armageddon – aber jetzt könnte die Menschheit ihre Vernichtung wirklich selber hervorrufen. Ganz konkret wir beschrieben, wie die Energieversorgung zusammenbricht, wie Haustiere teilweise zu Millionen überleben würden, um sich fortan vom Zivilisationsmüll und von den Toten zu ernähren. Auch hier wird die Rückkehr der Flora in die Großstädte beschrieben, Bauwerke zerfallen, Feuersbrünste und andere Naturkräfte und Katastrophen können vom Menschen ungehindert geschehen.
Besonders eindrücklich sind die Bilder Prpjats, einer Stadt nahe Tschernobyls, an der – mehr als 20 Jahre nach dem Reaktorunfall und der Evakuierung der Stadt – genau die Verfallserscheinungen erkennbar und nachweisbar sind. Wie Weisman setzt die Fernsehdoku also auch auf den “Im Kleinen ist es schon passiert, hier könnt Ihr es schon sehen”-Effekt.
Angerissen wird auch das Gedankenexperiment, wer den Verfall archäologisch beobachten sollte, wenn die Menschheit ausgestorben sein wird – in diesem Zusammenhang wird auch erwähnt, dass unsere modernen Archive unglaublich schnell zerfallen, besonders CDs und Papier sind sehr anfällig. Die Doku nennt auch einen innovativen Grund des Aussterbens des Menschen: Müll! (und damit sind wir wieder beim ursprünglichen Eintrag zu Weisman und dem Querverweis zu Wall-E, der alsbald auf DVD erscheint).

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Gestern war heute morgen

Datum: 7. September 2008 | Kategorie: Dokumente und Geschichte,Simulation

Alle Science Fiction ist immer auch fictional Science, denn die zukünftigen Entwürfe sind Prolongationen bekannter Zustände. Anders wären Utopien nicht verstehbar oder bedürften eines sehr komplex beschriebenen Regelwerks (vgl. die Enzyklopädien zu Frank Herberts “Dune”-Zyklus). Worauf ich aber hinaus will ist, dass sich Wissenschaft nicht nur abstrakt durch Beschreibung von Gesetzmäßigkeiten, sondern auch konkret in Form von utopischen Entwüfen zu einem guten Teil prospektiv verhält und Beschreibungen für die Zukunft anbietet. Es gibt sogar einen interdisziplinären Bereich, der sich mit der wissenschaftlichen “Beschreibbarkeit” von Zukunft beschäftigt. Und genau aus diesem Bereich habe ich heute ein Buch im “Bonner Bücherschrank” ergattert:

Herman Kahn/Anthony J. Wiener
Ihr werdet es erleben.
Voraussagen der Wissenschaft bis zum Jahr 2000
Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1971 (1967)
Info | Amazon

Zu den vielen Entwürfen für das, was die Autoren die “Standardwelt” nennen, gehören auch zahlreiche Sozialutopien – eine davon nennt sich: “Einige Möglichkeiten für den Ausbruch eines Atomkrieges” und entwickelt Szenarien, die bis zum Jahr 2000 zu einem thermonuklearen Krieg führen – nebst deren Wahrscheinlichkeits-Einschätzung. Sehr interessant für unseren Zusammenhang ist das Unterkapitel “Einige Nachkriegsentwürfe”, das die “Standardwelt” nach dem Ende eines begrenzten oder weltweiten Atomkriegs skizziert. Sogar die Schwierigkeiten, solche Szenarien realistisch zu gestalten, werden von den Autoren thematisiert: Man “kann sich des Gefühls nicht erwehren, daß eine Situation, in der es schwierig ist, Atomkriegsentwürfe zu schreiben viel zufriedenstellender und tröstlicher ist als eine, in der überzeugende Szenarien verfaßt werden können.” (310)

Eine sehr interessante These stellen die Autoren gleich zu Beginn des Kapitels über die Notwendigkeit eines solchen postapokalyptischen Entwurfs an: “Darauf zu bestehen, daß jeder Atomkrieg unvermeidlich die totale Vernichtung nach sich ziehe, könnte selbst eine Form der Weigerung sein, sich weiter mit realistischen Einschätzungen eines Atomkrieges, seinen Entstehungs- und Verhütungsmöglichkeiten zu befassen.” (S. 308 FN)

Wir hier im Blog arbeiten also genau an der richtigen Sache. :)

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Nach dem Ernstfall: Presented by Google Maps …

Datum: 20. August 2008 | Kategorie: Simulation

Michael Nagenborg hat mich heute auf eine nette Webseite hingewiesen, die u. a. verschiedene Atomkraftunfallszenarien mittels Google Maps räumlich darstellt bzw. auf einfachste Weise “simuliert”.
Noch eindrücklicher ist eine offensichtlich gehackte bzw. modifizierte Version von Google Maps, die verschiedene Atomangriffsszenarien auf amerikanische Großstädte – durch den Benutzer variierbar! – simulierbar macht. Der “High Yield Detonation Effects”-Simulator erlaubt nicht nur die Einstellung des genauen Einschlagsortes der Bombe, sondern auch deren Größe in Kilotonnen. 
Wirklich “spielerisch” zu bedienen sind alle Beispiele nicht, aber im Gegensatz zu DEFCON ist das Ganze weniger abstrakt und im Falle bestimmter Atomkraftwerke und Städte sogar sehr realistisch und bedrohlich.

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