Archiv der Kategorie 'Retro'

Weltuntergang war Gestern

Datum: 10. Oktober 2010 | Kategorie: Literatur und Sekundärliteratur,Retro

Vor den Eingängen der Frankfurter Buchmesse finden sich Jahr für Jahr Antiquariatsstände. Dieses mal habe ich einen besucht, der sich auf Science-Fiction-Taschenbücher spezialisiert hat und dabei folgende kleine Schätze (Anklicken für Amazon) geborgen:

Eine Anthologie von Erzählungen, Gedichten und Grafiken: Die Herausgeber haben eine Ausschreibung veranstaltet, bei der man Arbeiten einreichen sollte, die sich mit der Frage beschäftigen: Was tun, wenn man weiß, dass in 48 Stunden die Welt untergeht. Eine beeindruckende Sammlung! Die Hälfte des Inhalts beschäftigt sich natürlich mit dem Atomkrieg.

“Amerikanische Wissenschaftler habe eine Zeitmaschine konstruiert. Mit dieser schicken sie eine Filmkamera hundert Jahre in die Zukunft. Doch die Aufnahmen aus jener Zeit vermitteln ein Bild de Schreckens. Die Erde ist durch einen Atomkrieg verwüstet. Nur wenige Menschen haben die Katastrophe überlebt. Jeder ist des anderen tödlicher Feind”. ’nuff said!

“Zu lebenslanger Untätigkeit verurteilt, vegetiert Pierre Freitag in einer unterirdischen Bunktergesellschaft dahin. Ein Atomkrieg vor fast tausend Jahren vernichtete nahezu alles Leben und trieb die letzten Menschen in den Untergrund”

“Göttern gleich bedienen zwei besessene Wissenschaftler ihren allmächtigen Computer: Jede gewünschte Entwicklung realisiert die Simulationsmaschine in Form wirklichkeitsidentischer Filme. Grundlage auch groteskester Zukunftsspiele bildet stets die gleiche lapidare Ausgangssituation: Bemanntes Raumschiff kehrt aus dem All zurück – findet die Erde menschenleer – verzweifelte Suche der Besatzung nach den Ursachen der Weltkatastrophe …”

Ein stadtförmiger Computer wendet sich gegen die Menschen. Nach Jahrtausenden kehren die letzten Überlebenden auf die Erde zurück und finden den Computer immer noch arbeitend vor.

Siehe Umschlag.

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Lustvolles Endzeitphantasieren

Datum: 10. Januar 2009 | Kategorie: Retro,Texte

Auf Spiegel Online erklärt Thea Dorn uns, warum wir apokalyptische Szenarien brauchen.

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Havarie-Musik

Datum: 12. November 2008 | Kategorie: Retro

Ja, auch die gab es – gerade nach dem 26. April 1986 (und bis in die Gegenwart): Musik über Kernkraftwerk-Havarien. Aber seht/hört selbst:

Erste Allgemeine Verunsicherung: Burli (1988)

Wolf Maahn: Tschernobyl – Das letzte Signal (1986)

Kraftwerk: Radioaktivität (1991) – Die Aktualisierung des Songs von 1975.

Tom Louis – Chernobyl (200?)

Job Karma: Tschernobyl – Imerium’s Collapse (haben eine ganze CD zum Thema gemacht)

Die Bandbreite/Bonana Klika – Zone der Entfremdung (?)

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Als der Krieg am kältesten war, war die Musik am heißesten

Datum: 9. August 2008 | Kategorie: Retro

Wieder mal eine kleine Clip-Parade zum Thema “Musik zum Atomkrieg” – dieses mal aus den 1980er Jahren:

Frankie goes to Hollywood: “Two Tribes”. Das Filetstück aus dem “Wolcome to the Pleasuredome”-Album. Großartig sind die Samples mit den Instruktionen, was man mit verstrahlten Leichen zu tun habe.

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Tanz in den Weltuntergang

Datum: 23. Juli 2008 | Kategorie: Hörspiele / Podcasts,Retro

Zur Abwechslung mal etwas Musik:

Der Song “Hypnopedia 666″ von der Elektronik-Formation “Hypnopedia” ist Anfang der 1990er Jahre beim Label ZYX-Records als Maxi-CD erschienen. Ich habe mir damals fast alles von ZYX gekauft, weil die teilweise sehr skurrile Sachen lizensiert hatten. In den Kontext dieses Blogs passt der Song vor allem deshalb, weil er Samples aus Richard Donners “The Omen” enthält und zwar die Prophezeihungen zum Weltuntergang und die Anleitung, wie man den kleinen Damien Thorn am besten um die Ecke bringt. Das hat ja bekanntlich erst zwei Teile später geklappt.

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War Games spielen

Datum: 22. Juli 2008 | Kategorie: Computer- und Videospiele,Retro

Am besten ist es natürlich, man nennt einen Commodore C=64 oder Atari 800 XL sein eigen. Am zweitbesten wäre es, einen Emulator für diese Geräte installiert zu haben.

Wer beides nicht hat oder haben will, kann sich aber auch online Abhilfe schaffen und das 1983 zum gleichnamigen Film erschienene Game “WarGames” online spielen. Und wer Angst vor Shockwaves hat (bei dem Thema nur zu verständlich), kann auch auf eine HTML-Version zurückgreifen. (Und beim Passwort immer dran denken: Wie hieß Professor Falkens verstorbener Sohn?)

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Atombomben-Tests

Datum: 12. Juli 2008 | Kategorie: Dokumente und Geschichte,Filme,Retro

10:50 AM

Datum: 11. Juli 2008 | Kategorie: Bunker/Prävention,Filme,Retro

Beim Stöbern in archive.org habe ich noch einen interessanten 50-minütigen Spielfilm gefunden: “Atomic Attack” (USA 1950) – mit Walter Matthau in einer seiner allerersten Rollen!

Hier gibt es den kompletten Film zu sehen & zu laden: http://www.archive.org

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A Day called X

Datum: 11. Juli 2008 | Kategorie: Bunker/Prävention,Dokumente und Geschichte,Filme,Retro

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In Internet-Archiven wie www.archive.org gibt es eine Reihe von Dokumentarfilmen und -spielen aus dem 1950er und -60er Jahren, die den atomkriegsbedrohten Amerikanern die Angst vor der Bombe nehmen und gute Ratschläge für das Verhalten bei einem Einschlag geben sollten. Einige der Filme habe ich einmal herausgesucht:

  1. Der Klassiker “Duck and Cover”: http://www.archive.org
  2. “Let’s face it!”: http://www.nv.doe.gov/library/films/film.aspx?ID=41
  3. “A Day called X”: Teil 1 und Teil 2
  4. “Survival under Atomic Attack”: http://www.archive.org
  5. “Atomic Alert”: http://www.archive.org
  6. “Radiological Defense”: http://www.archive.org
  7. Eher so etwas wie Milius’ “Red Dawn”: “Our City must fight”: http://www.archive.org
  8. “About Fallout”: http://www.archive.org
  9. Und die optimistischere 60er-Variante: “About Fallout”: http://www.archive.org
  10. “Stay Safe, Stay Strong: The Facts About Nuclear Weapons”: http://www.archive.org
  11. “Self Preservation In An Atomic Attack (1950): http://www.archive.org

Und für alle, die keine Filme mögen: Hier eine Anleitung “Atomic Bomb – How to protect yourself”, von 1950. Falls jemand noch weitere Filme dieser Art kennt, würde ich mich über Hinweise/Links freuen.

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The End of August at the Hotel Ozone (1967)

Datum: 10. Juli 2008 | Kategorie: Filme,Retro

Eine alte Frau erklärt in Konec srpna v Hotelu Ozon (aka The End of August at the Hotel Ozone) (Tschecheslowakei 1967, Regie: Jan Schmidt) einem “Rudel” junger Frauen, das sie durch die menschenleere Welt (an)führt, wann die Menschheit ausgerottet wurde, wann die letzten Menschen verschwanden – indem sie auf die Jahresringe eines Baumstumpfes deutet.
Wenn Dominik wieder mehr Zeit hat, muss er dringend mal was zum Thema “Jahresringe” posten, da diese nicht nur in “Vertigo” eine Rolle spielen (dort ebenfalls als Vergangenheitsbezug, als Erinnerungsmechanismus), sondern auch in La Jetée, wo der Protagonist auf einen Punkt außerhalb des Baumstammes deutet und sagt, dass er dort geboren sei (d. h. er kommt aus der Zukunft).

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Der Film thematisiert die Beziehung zwischen der alten Frau, die als “Rudelführerin” die jungen Frauen, die im Gegensatz zu ihr keine gesellschaftlichen Zwänge und (moralischen) Gesetze mehr zu kennen scheinen. Sie treffen auf den vermutlich letzten verbliebenen Mann, der das Hotel Ozone bewohnt – nachdem allerdings die Anführerin stirbt, bricht Anarchie in der Gruppe aus, der Mann wird durch eine Art Raubmord getötet.  Vorher erkennt er und spricht auch aus, dass die Frauen sich wie Tiere benehmen, die nun nicht mehr gebändigt werden – eine schöne Abwandlung des “Homo homini lupus”-Themas (Hobbes). Die jungen Frauen ziehen weiter, als gesetzlose Nomaden.

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