In alle Ewigkeit unter Kontrolle

Es gibt zwei aktuelle Dokumentationen zum Thema “Atomkraft” und deren Folgen, die einen Blick lohnen:

Eher klassisch-kritisch ist “Unter Kontrolle” (Volker Sattel, Deutschland 2011), eine Doku, die Einblicke in die Sicherheit von deutschen Atomkraftwerken bietet und nach Fukushima brandaktuell sein könnte, wenn das Ganze nicht so piefig gemacht wäre. Immerhin kommt der Großforschungsbereich des KIT vor.

Wesentlich sehenswerter ist da “Into Eternity” (Michael Madsen; Dänemark, Finland, Schweden, Italien 2010), die Doku beschreibt den Bau eines finnischen Endlagers, das autark die kommenden 100.000 Jahre atomaren Abfall beherbergen soll – und dessen Bauzeit bis ins 22. Jahrhundert reichen wird (!). Die Befragten äußern sich zu Themen wie Atommüll als kulturellem Erbe, es wird die Frage verhandelt, ob über den Zeitraum von 100.000 Jahren Warnschilder (Obelisken!) Sinn machen oder nur Neugierige “Schatzsucher” anziehen würden. Sehr spannend, den Vermutungen der Planer und Erbauer zuzuhören, begleitet von Bildern des eigentlichen Baus in den finnischen Felsgrund hinein.

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2 Responses to In alle Ewigkeit unter Kontrolle

  1. (SH) says:

    “piefig gemacht”? Das ist einer der großartigesten Beiträge zur Industriearchitektur überhaupt! Ich hatte den letztes Jahr auf der Berlinale gesehen. Die Macher waren dort und befürchteten, keinen Verleiher dafür zu finden … zwei Wochen später sah das ganz anders aus.

    Meine “Film-Kritik” dazu bei epd (da ist auch ein Q&A mit den Machern):
    http://bit.ly/yLgDbl

  2. (SH) says:

    Ach, bei Telepolis hatte ich auch was dazu: http://www.heise.de/tp/artikel/34/34598/1.html

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